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Ein Schloss in Frankreich

Als ich im Herbst 2012 erstmals über eine Kommilitonin und ehemalige Praktikantin vom Château d’Orion erfuhr, hat mich die Idee des Hauses gefesselt und seitdem nicht wieder losgelassen. Das Schloss, welches den schönen Namen eines Sternbildes trägt, wurde im 17. Jahrhundert in Béarn im Südwesten Frankreichs erbaut. Nahe der spanischen Grenze und keine Stunde vom Atlantik entfernt liegt das Anwesen inmitten der hügeligen Landschaft am Fuße der Pyrenäen. Über die Jahrhunderte hinweg war es im Besitz verschiedener interessanter und namhafter Persönlichkeiten, darunter der berühmte französische Chirurg Paul Reclus. Die Frau seines Enkels, Marguerite Labbé, verkaufte das Château d’Orion im Jahr 2003 an die Familie Premauer. Mit der Vision, ein kulturelles Erbe zu erhalten, daraus ein Gästehaus mit Achtung und Liebe zu seiner Vergangenheit entstehen zu lassen, die regionale Entwicklung des Béarn zu stärken und eine intellektuelle Begegnungsstätte für bewegliches Denken zu schaffen, wurde das Schloss renoviert und zu neuem Leben erweckt. Heute ist es Gastgeber für regionale Künstler, lädt zu Konzerten und Seminaren ein und veranstaltet Denkwochen, die zum Hinterfragen und zum Austausch anregen sowie neue Horizonte aufmachen und Impulse geben sollen. Es ist ein Ort, an dem sich noch Zeit genommen wird, den Gedanken freien Lauf zu lassen und welcher diesen wiederum einen Raum bietet, in dem sie existieren und zirkulieren dürfen – ganz gleich wie neuartig, wagemutig oder riskant sie sein mögen. Das ist der Anspruch. Denken als Erlebnis, als Experiment, Verzauberung, Schöpfung und Gewinn.

Ab April darf ich die außergewöhnliche Vision und die dahinterstehenden Menschen tatkräftig mit meinen Ideen im Rahmen eines Praktikums unterstützen und sicher ebenso außergewöhnliche Erfahrungen machen. Nach dem Prinzip “Kopf und Hand” werde ich sowohl Projekte betreuen und im Kulturprogramm mitarbeiten als auch im Garten und im Gästebetrieb des Châteaus mit anpacken. Die erste Denkwoche dieses Jahres findet vom 17.-23. April statt, mit Günter Faltin als “Vordenker”. Der Entrepreneur und Universitätsprofessor lädt zum gemeinsamen Nachdenken über “Entrepreneurship als Entwicklungspotenzial” ein. Ziel ist es, durch neue, kreativere Formen des Denkens und Handelns eine bessere Welt zu gestalten. In seinem Bestseller “Kopf schlägt Kapital” ermutigt Faltin zum Schmieden von Ideen und betrachtet Denken dabei als schöpferischen Prozess, welcher die Grundlage erfolgreicher Unternehmungen darstellt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ich freue mich riesig, mich in dieses Wagnis zu stürzen, zu denken bis der Kopf raucht und Funken sprühen, zu leben an einem so freien Ort mit inspirierenden Menschen und sich gegenseitig zu bereichern und geistig zu (über)fordern.

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